Artikel

Toleranzparameter während des zweiten Bildersturms unter besonderer Berücksichtigung der Briefe von Theodore dem Stouditen

Toleranzparameter während des zweiten Bildersturms unter besonderer Berücksichtigung der Briefe von Theodore dem Stouditen


We are searching data for your request:

Forums and discussions:
Manuals and reference books:
Data from registers:
Wait the end of the search in all databases.
Upon completion, a link will appear to access the found materials.

Toleranzparameter während des zweiten Bildersturms unter besonderer Berücksichtigung der Briefe von Theodore dem Stouditen

Von D.R. Turner

Toleranz und Unterdrückung im Mittelalter (2002)

Einleitung: Die oströmische Kontroverse um den Ort religiöser Bilder ist ein wichtiges Kapitel in der Geschichte, wie Vorstellungen von religiöser Orthodoxie und politischer Legitimität in der Person des Kaisers unwiderruflich vereint wurden. Um die Einheit des Reiches und die Konformität seiner Bürger zu gewährleisten, versuchten sowohl die Bilderstürmer als auch die Bilderstürmer zu definieren, was als die Besonderheit des Reiches in einer sich verändernden Welt bezeichnet werden kann, in der Araber und dann Franken die Ansprüche Konstantinopels auf universelle römische Geopolitik unsinnig gemacht hatten Hegemonie. Die politische Legitimität konnte nur noch den Gott ansprechen, der auch religiöse Einheitlichkeit forderte.

Im Folgenden möchte ich kurz darauf eingehen, wie sich widersprüchliche Konformitätsvorstellungen in einem bestimmten Zeitraum der ikonoklastischen Kontroverse manifestierten: in den ersten zehn Jahren des zweiten Bildersturms, dh ab etwa 815 und der Wiederherstellung des Bildersturms, bis 826 und dem Tod des ikonophilen Champions und Mönchsführers Theodore the Stoudite1. Diese Periode bietet eine interessante Fallstudie darüber, wie und warum sich Einzelpersonen in Kategorien von „Ikonenanbeter“ oder „Bilderstürmer“, von Verfolgten und Verfolgern eingestuft haben oder wurden. Die Briefe von Theodore dem Stouditen liefern wertvolle Einblicke in die Wahrnehmung des Bildersturms durch Mönche, Geistliche und Laien von Theodore und durch den Versuch des Einzelnen, mit dem Druck umzugehen, sich dem Bildersturm anzupassen. Es wird deutlich, dass die Bilderstürmer an sich wenig an der Symbolfrage an sich interessiert waren. Religiöse und damit politische Konformität war das, was sie versuchten, vor den Bürgern des Reiches zu schützen. Diese Konformität in einer religiösen Frage (d. H. Der Ikone) könnte nun als politischer Imperativ (d. H. Loyalität gegenüber dem Kaiser) interpretiert werden, was unterstreicht, dass Kaiser und Kirche wie Hand und Hand passen mussten, wenn die Harmonie oder Symphonie des Staates erhalten bleiben sollte. Bei der Kontroverse um Ikonen ging es wirklich darum, herauszufinden, welcher dieser Partner die entscheidende Hand für den entgegenkommenden Handschuh spielen würde.


Schau das Video: Grundlagen Möbelplanung Schubladen einpassen - Teil 4 (Kann 2022).