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Die Ikone Gottes und der Spiegel der Seele: Erforschung der Ursprünge der Ikonographie im patristischen Schreiben

Die Ikone Gottes und der Spiegel der Seele: Erforschung der Ursprünge der Ikonographie im patristischen Schreiben



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Die Ikone Gottes und der Spiegel der Seele: Erforschung der Ursprünge der Ikonographie im patristischen Schreiben

Andreopoulos, Andreas

Comitatus Vol.31 (2000)

Einführung

Mehrere Analysen der byzantinischen Kunst haben ein ungewöhnliches ikonografisches Merkmal beschrieben: Sehr häufig scheinen Ikonen an einer Perspektive festzuhalten, die trotz unserer nachmittelalterlichen Konditionierung von direktem,
naturalistische Perspektive, wenn wir annehmen, dass die dargestellte Ansicht nicht einem Blick entspricht, der aus einer festgelegten, angenommenen Entfernung auf die Oberfläche des Bildes gerichtet ist, sondern einem Blick, der von einem Ort hinter dem kommt
Bildmitte selbst. Dieses als umgekehrte Perspektive bekannte Phänomen ist maßgeblich für das weltfremde Erscheinungsbild byzantinischer Ikonen verantwortlich. Die umgekehrte Perspektive repräsentiert den Raum als verzerrenden Spiegel
das ist irgendwie nach innen gedreht. In diesem Artikel möchte ich die Bedeutung des Spiegelkonzepts im frühchristlichen Denken als einen Hauptfaktor untersuchen, der die Ikonographie durch umgekehrte Perspektive und das implizite Konzept der Ikone als Spiegel der Seele prägte, was durchaus mit einem der beiden übereinstimmt die Hauptfunktionen einer Ikone, um das Gebet zu erleichtern.


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