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Obszöne Onomastik in mittelalterlichen Trickstergeschichten

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Obszöne Onomastik in mittelalterlichen Trickstergeschichten

Von Louise O. Vasvári

Destiempos: Revista de curiosidad kulturellNr. 15 (2008)

Einleitung: Namen oder Spitznamen von Betrügern, die häufig sowohl in der mündlichen Kultur als auch in der Literatur als Diener oder Narren auftreten, sind mit dem infundiert, was Bakhtin die groteske Entwertung der Sprache für die körperliche Unterschicht nannte. Diese groteske karnevalistische Sprache, die für die Sprache des Marktes charakteristisch ist, betont die Auswüchse des menschlichen Körpers, insbesondere des Phallus, aber auch der Nase, die oft dafür steht, sowie aller Öffnungen des Körpers und damit der oft vertauschten Aktivitäten von Essen, Kopulation und Ausscheidung. Es verwischt auch die Grenzen zwischen den Kategorien des Menschen, des Belebten und des Unbelebten. In diesem Artikel werde ich die Verwendung der karnevalistischen Entwertung bei der Benennung von Konventionen von Tricksterfiguren sowohl in literarischen als auch in subliterarischen Texten von der Antike bis zur Gegenwart veranschaulichen, wobei der Schwerpunkt auf dem Mittelalter und der Renaissance liegt.


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