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Vorsätzliche Ethik und Hermeneutik im Libellus de symoniacis: Bruno von Segni als päpstlicher Polemiker

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Vorsätzliche Ethik und Hermeneutik im Libellus de symoniacis: Bruno von Segni als päpstlicher Polemiker

Von Leidulf Melve

Zeitschrift für mittelalterliche GeschichteVol. 35: 1 (2009)

Abstract: Der Investiturwettbewerb wurde in regelmäßigen Abständen als „Revolution“ angesehen, vor allem, weil er in den kommenden Jahrhunderten einen starken Beitrag zur Umstrukturierung der Kirche geleistet hat. Der Wettbewerb wurde aber auch als Ankündigung einer neuen und kritischeren Denkweise angesehen, bei der das traditionelle Vertrauen in die Behörden neuen Ansätzen für die textliche Vergangenheit Platz machte. Diese neuen Ansätze zeigen sich am besten in einer umfangreichen polemischen Literatur, die den Kampf begleitete. Von den 1030er Jahren bis zum Ende des Wettbewerbs mit dem Konkordat der Würmer im Jahr 1122 wurde eine Reihe von Streitfragen von zeitgenössischen Kirchenleuten diskutiert. Ein geprüftes Thema war das der Simonie und die Gültigkeit der Sakramente der Simoniacs. Im Folgenden wird der Libellus de symoniacis von Bruno von Segni analysiert, um verschiedene Aspekte anzusprechen. Zuerst die Libellus zeigt eine neue und kritischere Herangehensweise an die textliche Vergangenheit, die das Jonglieren mit Auctoritas des 12. Jahrhunderts vorwegnimmt. Zweitens ist Brunos Analyse ein Zeugnis der Bemühungen, die unternommen wurden, um die päpstliche Reform in den letzten Jahrzehnten des elften Jahrhunderts zu rechtfertigen.


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