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Pollenanalyse: Eine Technik zur Untersuchung der frühen Agrargeschichte

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Pollenanalyse: Eine Technik zur Untersuchung der frühen Agrargeschichte

Frank, J.W.

Rückblick auf die Agrargeschichte, Band 5 Teil 1 (1957)

Abstrakt

Die Tatsache, dass die Überreste von Pflanzen in Lagerstätten aufbewahrt werden, die unter feuchten Bedingungen angelegt wurden, ist bekannt, seit Torfvorkommen bearbeitet wurden. und unter den so erhaltenen Überresten befinden sich Pollen. Die Pollenanalyse ist die Untersuchung des Pollengehalts von Sedimentablagerungen. In den letzten fünfzig Jahren hat es sich rasant entwickelt. Die Technik basiert auf der Tatsache, dass alle höheren Pflanzen (Bäume, Kräuter und Farne) Pollen und Sporen in die Atmosphäre abgeben. Diese Pollenkörner und Sporen, die sehr klein sind, werden von Luftströmungen getragen und vermischen sich, bevor sie sich aus der Luft absetzen. Während des Absetzens werden sie als „Pollenregen“ bezeichnet, und es ist eine der Grundannahmen der Pollenanalyse, dass die Zusammensetzung des Pollenregens proportional zur Zusammensetzung der Vegetation ist, aus der er stammt. Diese Annahme trifft nicht unbedingt zu: Die Waldbäume produzieren nicht die gleichen Mengen an Pollen, und es wurde noch kein zufriedenstellendes Maß für die Ungleichheit gefunden. Darüber hinaus wissen wir nicht genau, wie Pollen in Torf und Sedimente eingebaut und konserviert werden. Solange diese Einschränkungen berücksichtigt werden, wird angenommen, dass die Pollenanalyse etwas über die Geschichte der Vegetation aussagen kann.


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