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Kirchliche Verdauungsstörungen: Die filioque Kontroverse

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Kirchliche Verdauungsstörungen: Die filioque Kontroverse

Von Von Andrea Toven

Luther-Seminar, 2000

Einleitung: Die christliche Kirche war einst genau das - die christliche Kirche. Ost und West waren miteinander verbunden und teilten in den ersten vierhundert Jahren ihres Bestehens gemeinsame Überzeugungen. Der Satz processio spiritus sancti ex patre filioque, übersetzt aus dem Lateinischen als „der Heilige Geist geht vom Vater und vom Sohn aus“, war ein Wendepunkt in der Geschichte des Christentums. Dieser Satz, insbesondere das Wort „Filioque“, war ein wesentlicher Faktor für das Schisma zwischen der östlichen und der westlichen Kirche.

Die Doktrin der Doppelprozession kann nicht verstanden werden, wenn man sie von Augustins Gedanken betrachtet. Augustinus, ohne es zu wissen, könnte diese Kontroverse ausgelöst haben, die letztendlich zur Spaltung zwischen der östlichen und der westlichen Kirche führte. Ein Kommentator von Photius glaubte, dass jede Krise und jeder Gedankenwechsel in der westlichen Kirche auf Augustinus zurückgeführt werden könne. In seiner Abhandlung De TrinitateEr stützte sich auf die Schrift und die Logik, um für eine doppelte Prozession zu argumentieren. Nach Augustinus war die Prozession des Heiligen Geistes vom Sohn ebenso wahr wie vom Vater. In erster Linie geht der Heilige Geist vom Vater aus, der dem Sohn dann die Fähigkeit gab, den Heiligen Geist hervorzubringen.


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