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Die Donaufluten und ihre menschliche Reaktion und Wahrnehmung (14. bis 17. Jh.)

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Die Donaufluten und ihre menschliche Reaktion und Wahrnehmung (14. bis 17. Jh.)

Rohr, Christian (Institut für Geschichte und Politikwissenschaft, Universität Salzburg, Österreich)

Geschichte der Meteorologie, 2 (2005)

Abstrakt

Es gibt kaum Studien zu Überschwemmungen im Spätmittelalter, in der Frühen Neuzeit und in der Neuzeit in Österreich, mit Ausnahme einiger Fallstudien und prägnanter Erhebungen zu Naturkatastrophen im Allgemeinen. Alle Studien zur Klimageschichte befassen sich nur mit den Zeiten seit Beginn der systematischen Messung von Temperatur und Wasserstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu einigen Nachbarländern wie Deutschland, der Schweiz und den tschechischen Ländern fehlt daher noch eine größere und allgemeinere Veröffentlichung zur Geschichte der Überschwemmungen vor dem 18. Jahrhundert. Dieses Papier wird daher auch einige wichtige Lücken aufzeigen, die durch zukünftige Studien gefüllt werden müssen. Meine Habilitationsstudie Menschen und Naturkatastrophen am Ende des Mittelalters und in der frühen Neuzeit (13. bis 16. Jh.), Die Anfang 2006 abgeschlossen werden soll, wird versuchen, die Geschichte der Überschwemmungen vor 1600 aus der Perspektive von zu erfassen Kulturelle Geschichte. Die Analyse basiert auf einer vergleichenden Untersuchung verschiedener Naturgefahren: Überschwemmungen, Erdbeben, andere Naturgefahren und -risiken, einschließlich Tierpest, jedoch ohne Krankheiten und Epidemien. Auf diese Weise kann herausgearbeitet werden, welche Gefahren als Katastrophen erlebt wurden und welche nicht.

In diesem Artikel wird ein „mentalitätsgebundener Ansatz“ hervorgehoben, der die Wahrnehmung, Interpretation, das Management und die kulturellen Reaktionen auf Überschwemmungen erfordert. Es wird gezeigt, dass diese Aspekte eher von der Erwartung von Überschwemmungen als von religiösen Überzeugungen beeinflusst werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Naturgefahren wie Erdbeben waren Überschwemmungen bei Menschen in der Nähe des Flussufers fast üblich. Städte, die an den Ufern eines Flusses liegen, wurden wiederholt mit zwei verschiedenen „Gesichtern“ des Wasserwegs konfrontiert: Die Achse des Handels und des Reichtums könnte sich in einen bedrohlichen Feind verwandeln und enormen oder zumindest gewissen Schaden an ihrem Eigentum anrichten Ihr Leben.


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