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Interreligiöse Debatte am Hof ​​des frühen Tang: Eine Einführung in Daoxuans Ji gujin Fo Dao lunheng

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Interreligiöse Debatte am Hof ​​des frühen Tang: Eine Einführung in Daoxuans Ji gujin Fo Dao lunheng

Friederike Assandri

Von den frühen Debatten des Tang-Gerichts bis zum friedlichen Aufstieg Chinas, Amsterdam University Press, Amsterdam (2009)

Abstrakt

In diesem Kapitel wird die Einrichtung einer interreligiösen Gerichtsdebatte gemäß einem bislang vernachlässigten Ausgangstext, Daoxuans Ji gujin Fo Dao lunheng (Sammlung kritischer Bewertungen des Buddhismus und des Daoismus aus Vergangenheit und Gegenwart, T1 2104), vorgestellt. Während der Sechs Dynastien und der Tang-Dynastie bildete die interreligiöse Debatte ein Forum des intellektuellen Austauschs zwischen Daoisten und Buddhisten sowie zwischen weltlichen Autoritäten und Geistlichen. Eine detaillierte Untersuchung der Berichte von Daoxuan ermöglicht es uns erstmals, die rhetorischen Merkmale und formalen Abläufe dieser Debatten zu beschreiben. Im frühmittelalterlichen China beeinflussten sich Buddhismus und Daoismus während ihrer Entwicklung gegenseitig, doch die Dokumentation ihrer Treffpunkte ist rar. Gerichtsdebatten stellen ein vergleichsweise gut dokumentiertes Forum dar, in dem Daoismus und Buddhismus in direktem Kontakt standen.

Debatten in verschiedenen Formen waren ein wichtiger Bestandteil des intellektuellen Lebens der Literatenelite im frühmittelalterlichen China. Studien zur Einführung und Verbreitung des Buddhismus in China haben gezeigt, dass die Tradition des „reinen Gesprächs“ (qingtan 清 談), einer einheimischen chinesischen Form der Debatte, maßgeblich zur Verbreitung des Buddhismus unter den Literaten beigetragen hat (Zu ̈rcher 1959: 95, 159). Darüber hinaus förderten Buddhisten auch wissenschaftliche Debatten nach indischen Debattengewohnheiten.


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