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Die frühdeutsche Besiedlung Nordostmährens: und was der Rattenfänger von Hameln damit zu tun hatte

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Die frühdeutsche Besiedlung Nordostmährens: und was der Rattenfänger von Hameln damit zu tun hatte

Frank Soural

FEEFHS Journal: Band 10 (2002)

Abstrakt

Vor langer Zeit umgaben dunkle und undurchdringliche Urwälder die Gebirgsgrenze, die heute Nordostböhmen von weiten Teilen Nordmährens in der Tschechischen Republik trennt. Die Stille der Wälder blieb vom Menschen weitgehend ungestört. Vor mehr als zweitausend Jahren hatten die Kelten und andere germanische Stämme dort ihre Siedlungen. Sie bauten ihre Langhäuser in den Tälern. Die meisten hinterließen jedoch nur wenige Beweise außer ein paar Scherben und Urnen und vielleicht ein paar Überresten menschlicher Existenz in den frühen Dörfern. In dieser Zeit war die antike „Bernsteinstraße“ aus der Antike die wichtigste Handelsroute zwischen der östlichen Ostsee und der Donau in Wien und dem Hafen von Triest in Italien.

Diese Straße - ein Weg wäre eine treffendere Beschreibung - schlängelte sich durch das mährische Kernland in der Nähe der heutigen Städte Olmütz und Mährisch Trübau. Abgesehen von dem spärlichen Handelsverkehr und einigen Zwischenstationen zwischen dem seltsamen Kloster und dem Baronialbesitz blieb das Land im Wesentlichen makellos und still. Die ersten Kolonialisierungsversuche wurden möglicherweise im späten Mittelalter von Heinrich Zdik (1126-1150) inszeniert. Zdik war der siebte in einer langen Reihe von Bischöfen von Olmütz. Überlebende Dokumente weisen darauf hin, dass rund um den Sitz des Bistums Zdik mehrere Dörfer errichtet wurden. Nimlau, Meedl, Bladowitz, Habicht und Müglitz gehörten zu diesen Dörfern. Es ist möglich, dass Müglitz viel älter ist. Der Name scheint vom keltischen Wort "Mogul" zu stammen, was "Grabhügel" bedeutet. Dies spiegelt sich im deutschen Namen Müglitz sowie in der tschechischen Entsprechung Mohelnice wider.

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