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Befestigte Siedlungen des 9. und 10. Jahrhunderts in Mitteleuropa: Struktur, Funktion und Symbolik

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Befestigte Siedlungen des 9. und 10. Jahrhunderts in Mitteleuropa: Struktur, Funktion und Symbolik

Hajnalka Herold

Mittelalterliche Archäologie: 56, (2012)

Abstrakt

Die Struktur, Funktion (en) und Symbolik frühmittelalterlicher (9. - 10. Jahrhundert n. Chr.) Befestigter Siedlungen aus Mitteleuropa, insbesondere dem heutigen Österreich, Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei, werden in diesem Beitrag untersucht. Es bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand sowie neue Erkenntnisse aus der Analyse des Standortes Gars-Thunau in Niederösterreich. Besonderes Augenmerk wird auf die Position der befestigten Standorte in der Landschaft, auf die Elemente der gebauten Umwelt und ihre räumliche Organisation sowie auf die Gräber innerhalb des befestigten Gebiets gelegt. Die untersuchte Region befand sich an der südöstlichen Grenze des karolingischen (und später des ottonischen) Reiches, wobei einige der besprochenen Orte im 9. und 10. Jahrhundert auf dem Gebiet des „Großen Mährischen Reiches“ lagen. Diese Standorte können daher wichtige Vergleichsdaten für Forscher liefern, die in anderen Teilen des Karolingischen Reiches und in benachbarten Regionen arbeiten.

Befestigte Siedlungen waren wichtige Zentren in den späteren Phasen des mitteleuropäischen Frühmittelalters (9. - 10. Jahrhundert n. Chr.). Ihre Untersuchung ist daher ein wesentlicher Bestandteil der frühmittelalterlichen Archäologie in dieser Region. In diesem Artikel werden Befestigungen im heutigen Österreich, Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei untersucht. (Die Lage der im Text genannten Stätten ist in Abb. 1 dargestellt.) Es ist zu beachten, dass Forschungstraditionen eine wichtige Rolle bei der relativen Betonung verschiedener Aspekte der frühmittelalterlichen Archäologie in den betreffenden Regionen gespielt haben. Die Forschung in Österreich und Ungarn konzentrierte sich hauptsächlich auf Friedhöfe, während die Ausgrabung befestigter Siedlungen ein Hauptanliegen der frühmittelalterlichen Archäologie in der Tschechischen Republik und der Slowakei war (bis 1992 als Tschechoslowakei vereint).


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